... guten Designs.
Robin Williams hat ein wunderbares Buch geschrieben. Informativ und witzig zugleich. Ich spreche von " Design & Typografie für Dich ", erschienen im Addison-Wesley Verlag. Einige Informationen, die Sie auf den folgenden Seiten lesen werden, sind u.a. diesem Werk entnommen.
Die Nähe
Das gestalterische Prinzip der Nähe besagt eigentlich nur, daß Informationen, die inhaltlich eine Einheit bilden auch in unmittelbarer Nähe platziert werden sollen. Die Nähe von Elementen wird noch verstärkt durch gezielten Einsatz von Leerraum. Erhöht man den räumlichen Abstand von Elementgruppen, erhöht sich auch die visuelle Nähe der einzelnen Gruppenelemente. Der Betrachter erhält einen sofortigen Überblick über Zusammenhänge, die Anzahl der Themen und Unterthemen, ohne auch nur ein einziges Wort gelesen zu haben. Eine solche Seite vermittelt durch ihere Ordnung allgemeines Wohlbefinden beim Betrachter, der ganz nebenbei auch noch schnell zu gesuchten Informationen findet.
Die Ausrichtung
Erinnern Sie sich auch noch?
Wie oft durften wir in unserer frühen Schulzeit Wandzeitungen zu den verschiedensten Themen
gestalten. Es machte Spaß, die zusammen getragenen Bilder und Texte auf dem oft viel zu engen
Raum wild durcheinander zu platzieren.
Jeder Text war wichtig, jedes Bild noch schöner ...
Nun sind wir etwas älter, reifer und bewußter.
Würden wir jetzt die gleichen Wandzeitungen noch einmal gestalten, sähen diese ganz
sicher anders aus.
Jetzt würden wir alle Elemente so anordnen, daß jedes in einer visuellen Beziehung
zu einem anderen steht. Wir schaffen sozusagen eine wohltuende Ordnung und Vereinheitlichung.
Es werden unsichtbare Verbindungslinien gezogen, die die durch das Prinzip der Nähe
bereits geschaffenen Beziehungen noch
unterstreichen. Das Auge wird beim Betrachten und Lesen gelenkt.
Es springt nicht mehr verzweifelt von Element zu Element auf der Suche nach der Rettungsleine.
Bei der Ausrichtung der Elemente dürfen Sie ruhig mutig sein. Eine starke,
konsequente Ausrichtung läßt ein Design seriös, formell,
schick oder auch munter wirken.
Die Wiederholung
Es ist unglaublich, aber die kleinen Prinzipien, die gutes Design ausmachen sind so simpel. Sie sind einfach zu verstehen und vorallem logisch. So auch das Prinzip der Wiederholung. Besonders in größeren Projekten wird deutlich, wie wichtig Wiederholungen von bestimmten Elementen sind. Sie bilden sozusagen das "rote Band", das das Design zusammen hält. Besteht ein Projekt aus vielen Teilbereichen, könen zum Beispiel alle Überschriften und Grafiken die gleiche Form, jedoch je Teilbereich eine andere Farbe haben. Diese Methode bildet eine Gesamteinheit, bietet aber auch gleichzeitig eine Orientierungshilfe für den Leser.
Der Kontrast
Sie möchten die optische Wirkung Ihrer Seite steigern?
Sie suchen nach einer durchschlagenden Möglichkeit, den Leser zum Betrachten Ihrer
Seite anzuregen?
Sie versuchen eine Hierarchie zwischen den einzelnen Elementen Ihrer Seite aufzubauen?
Der Einsatz von konsequentem Kontrast ist ein weiteres Mittel.
Robin Williams sagt: "Wenn sich zwei Elemente nicht exakt gleichen, dann sorgen Sie dafür,
daß sie sich unterscheiden. Und zwar richtig."
Dabei bezieht sich Kontrast nicht nur auf unterschiedliche Farben.
Schrift allein bietet schon eine Vielzahl von Möglichkeiten, Kontraste zu erzeugen.
Sie können schmale und fette, große und kleine Schriften verwenden,
Schriften verschiedener Kategorien kombinieren. Auch grafische Elemente wie Linien,
Listenpunkte oder Rahmen können einen Kontrast zu benachbarten Elementen herstellen.
Es gibt unzählige Varianten, Kontraste herzustellen.
Aber eines ist wichtig: Er muß groß sein.
Unterschiede, die zu klein sind, irritieren und erzeugen den unvermeidlichen Eindruck,
daß da etwas nicht paßt. Und schon wirkt das Design unruhig und verwirrend, ja sogar
uninteressant und langweilig.
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